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Weinkiste, mein erstes kleines Projekt

Die Idee

Es geht auch ohne! Trotz fehlender Werkbank, trotz miserabler (soll heißen "nicht vorhandener") Staubabsaugung habe ich mein erstes kleines Projekt fertiggestellt: Eine Weinkiste mit geschnitzten, keltischen Ornamenten.

Dieses Projekt war eine kurzfristige Entscheidung. Wir brauchten noch ein Geschenk für meinen Schwager, welcher Ende Oktober seinen 50. Geburtstag feierte. Nur mit einer Karte und etwas Geld wollten wir aber nicht daher kommen. Da er selbst Kind einer Winzerfamilie ist, kam die Idee Wein in einer selbstgebauten Kiste zu schenken genau richtig.

Inspiration und Vorbereitung

Was ich bei diesem Projekt aber unbedingt ausprobieren wollte, war das Schnitzen von keltischen Ornamenten. Ich selbst habe ein Faible für alles Keltische. Ob das nun Ornamente, die Geshichte der Kelten oder deren Musik sind, spielt dabei kaum eine Rolle. Und die finale Inspiration dazu kam schlussendlich von James Wright und seinem YouTube-Kanal Wood By Wright, dem ich schon länger folge.

So ziemlich jeder Handgriff war hier das erste Mal: Das Schnitzen von Holz, das Bauen einer Kiste, die Holzbehandlung, das Einpassen der Scharniere sowie das Glatthobeln der Oberfläche von Hand. Meine erste Aktion aber war ein Restholz zu nehmen, und die Schnitzerei zu testen. Ich hatte da voll doll Lust drauf.

Zu meinem Erstaunen klappte das für den ersten Versuch wirklich gut. Ehrlich gesagt hatte ich es mir viel schwieriger vorgestellt. Mit James Wright als Vorbild habe ich als Erstes eine Auswahl von Ornamenten ausgedruckt und mich dann für den keltischen Knoten entschieden. Schnell das Papier zurecht geschnitten und mit 'nem Klebestift aufs Holz geklebt. Fertig. Ich jedenfalls war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. 😊

Bau der Kiste

Bis auf wenige Ausnahmen ist die kleine Truhe in reiner Handarbeit entstanden. Vorder- und Rückseite sowie Deckel und Boden habe ich mit der Tischkreissäge auf Gehrung zugeschnitten. Die Seitenteile - ebenfalls mit der Tischkreissäge zugeschnitten - wurden stumpf verleimt.

Was der fertigen Kiste nicht unbedingt anzusehen ist, wird auf diesem Bild noch deutlich: Die Weinkiste ist aus ganz einfachem Kiefern-Leimholz aus dem Baumarkt gebaut. Nichts besonderes also. Das Beize-Finish gibt ihr erst den - wie ich finde - wirklich tollen Look.

Lange habe ich auch nach passenden Scharnieren und einer Schließe gesucht. Es sollte alles stimmig sein, sowohl der dunkle Tain nach der Beize als auch die keltischen Schnizereien. Fündig wurde ich schließlich bei Amazon. Schade finde ich allerdings ein bisschen, dass zum Befestigen der Scharniere und auch der Schließe kleine Schrauben beigelegt wurden. Kleine Nägel in passendem Alt-Messing fänd ich persönlich passender.

Wie oben bereits erwähnt, die Beize hat dem Ganzen erst den etwas angestaubten Charme verliehen. Vom ursprünglich hellen Kiefernholz ist auf den ersten Blick nicht viel zu erkennen. Verwendet habe ich hierfür AQUA-CLOU Holzbeize in Nussbaum. Nach dem Trocknen wurde die Kiste nochmal leicht mit 1000er Schleifpapier abgezogen, bevor ich dann Bienenwachs aufgetragen habe. Das hat dem Holz eine wirklich seidige Haptik verliehen.

Das Finale

Und so schaut sie nun aus. Als Geschenk kam die kleine Truhe sehr gut an. Und mein Schwager hat nichtmal erkannt, dass es kein Edelholz ist. Ein bisschen Stolz bin ich schon, so fürs erste kleine Projekt. 😍

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